Bergketten aus Holz – wie ein Pensionär seiner Leidenschaft nachgeht


1700 Stunden investierte Ernst Schefer ins Relief des Kantons Thurgau. Für sein aktuelles Projekt, das 7-Pässe-Relief, rechnet er mit rund 4000 Arbeitsstunden. Porträt eines Leidenschaftlichen.


Seit nun bald 25 Jahren baut der Thurgauer Ernst Schefer Reliefs. Als Präsident des Velo-Clubs Romanshorn wollte er damals den Velofahrern ein Relief zur Verfügung stellen, damit sie sehen, wo es auf der geplanten Route bergauf und bergab geht. So entstand sein erstes, aus Gips modelliertes Relief.

Der pensionierte Werkzeugmacher gehört zu einer Minderheit in der Schweiz, die das Handwerk des Stufenreliefbauens meistern. Er verbringt jeden Tag einige Stunden in seinem Atelier in Biessenhofen bei Amriswil und arbeitet dort an seinen Projekten. Sein Stufenrelief des Kantons Thurgau wird bald im Naturmuseum in Frauenfeld zu sehen sein.

Das Alpstein-Gebiet, das Dreigestirn im Berner Oberland oder einzelne Ortschaften wie St. Moritz und Andermatt – Ernst Schefer hat in den letzten zwei Jahrzehnten schon einige Reliefs gebaut und will dies weiterhin tun. Die nächsten vier Jahre wird er vor allem an seinem neuen Vorhaben, dem 7-Pässe-Relief, arbeiten; er nimmt sich dabei Gotthard, Nufenen, Furka, Grimsel, Oberalp, Susten und Lukmanier vor. Was ihn zu seinen Projekten bewegt, erfahren Sie im Videoporträt.

(22.2.2018, Neue Zürcher Zeitung)